Haarentfernung mit Wachs

Glatte Arme und Beine gehören in unserem Kulturkreis ebenso zu einem gepflegten Äußeren, wie haarfreie Achseln. Glatt wie ein Kinderpopo ist angesagt und wird sowohl aus hygienischen wie auch aus ästhetischen Gründen von Vielen angestrebt. Weil der Mensch aber zur Spezies der Säugetiere zählt, sprießt sowohl bei Frauen, wie auch bei Männern die Körperbehaarung.

Damit Sie der modernen Körperhygiene gerecht werden, stehen zur Haarentfernung unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Neben der Enthaarung mit dem Rasierer oder der Epilation mit einem Epiliergerät, können Sie der Körperbehaarung auch mithilfe von Wachs den Garaus machen.

Bei der Haarentfernung mit Wachs gibt es zwei beziehungsweise sogar drei verschiedene Verfahren. Sie können mit Kaltwachsstreifen arbeiten oder die Heißwachsmethode anwenden. Beim Sugaring wird statt Wachs eine Zuckerpaste zur Haarentfernung genutzt, das Prinzip ist aber das gleiche, wie beim Brazilian Waxing.

Vorteile der Haarentfernung mit Wachs

Im Gegensatz zur Rasur werden bei der Haarentfernung mit Wachs die Haare nicht an der Hautoberfläche abgeschnitten, sondern ab der Wurzel ausgerissen. Deswegen dauert es viel länger, bis die Härchen wieder nachgewachsen sind. Das gilt sowohl für die Kaltwachs-, wie auch für die Heißwachsmethode.

  • Die Haarentfernung mit Kaltwachsstreifen bietet den weiteren Pluspunkt, dass sie relativ rasch vonstattengeht.
  • Die Heißwachsmethode gilt als besonders gründlich, denn es werden feine Härchen ebenso aus der Haut gezogen, wie dicke Haare.
  • Daher eignet sich das Waxing sowohl für die Beine, wie auch für den Intimbereich.
  • Wenn Sie die Wachsmethode richtig anwenden, haben Sie circa einen Monat Ihre Ruhe.
  • Durch die Gründlichkeit dieser Variante der Haarentfernung müssen Sie bei korrektem Vorgehen jeden Bereich nur einmal enthaaren. Dadurch hält sich auch die Hautreizung in Grenzen.
  • Außerdem verbindet sich sowohl das kalte Wachs der Kaltwachsstreifen, wie auch das heiße Wachs bei der Heißwachsmethode nur mit den Haaren, nicht aber mit der Haut.

Wenn Sie die Haarentfernung mit Wachs mehrmals angewendet haben, werden Sie erfreut feststellen, dass der Zeitraum bis zur nächsten Enthaarung immer ein bisschen länger dauert. Das liegt daran, dass die neuen Härchen dünner und spärlicher nachwachsen.

Die Verwendung von Kaltwachsstreifen ist einfach und unkompliziert. Selbst in kosmetischen Dingen unerfahrene Männer kommen mit dieser Methode der Haarentfernung zurecht.

Einen Vergleich von Waxing und Epilierer finden Sie hier: Epilieren oder wachsen?

Haarentfernung mit Wachs

Nachteile der Haarentfernung mit Wachs

Schmerzhaft: Leider hat die Haarentfernung mit Wachs einen großen Nachteil: Sie ist nicht schmerzfrei. An die besonders empfindlichen Stellen, wie Achseln, Bikinizone oder Intimbereich, trauen sich die wenigsten heran. Hinzu kommt, dass an diesen Stellen die Haare besonders tief in der Haut verwurzelt sind. Das verursacht beim Ausreißen Schmerzen.

Eingewachsene Haare: Wenn Sie nach der Haarentfernung mit heißem Wachs die Reste nicht gründlich abwaschen, kann es passieren, dass die Poren verstopfen und die Härchen einwachsen. Das kann zu Entzündungen führen. Lesen Sie dazu auch die Seite Epilieren: eingewachsene Haare. Dort erfahren Sie, was Sie im Fall der Fälle unternehmen können.

Fehlerhafte Anwendung: Weil sich sowohl die Kaltwachsstreifen, wie auch das heiße Wachs an unzugänglichen Körperstellen schlecht aufbringen lassen, kommt es leicht zu Fehlern in der Anwendung, was sich ebenfalls nachteilig für die Haut auswirkt.

Nicht geeignet bei: Sie können keine der Wachsmethoden bei Sonnenbrand oder anderen Hautirritationen anwenden. Aber auch bei Krampfadern sollten Sie vor der Haarentfernung mit heißem Wachs Rücksprache mit Ihrem Hausarzt halten. Durch die Wärme kann es zu einer Erweiterung der Adern kommen und es können sich Hämatome bilden.

Anwendung von Kaltwachsstreifen

  1. Besorgen Sie sich die Kaltwachstreifen in der Drogerie oder im Internet.
  2. Vor der Haarentfernung muss Ihre Haut sauber, trocken und fettfrei sein.
  3. Ziehen Sie das Papier eines Streifens ab und legen Sie den Streifen mit der Wachsseite nach unten auf die Stelle, an der die Körperhaare entfernt werden sollen.
  4. Drücken Sie mit Ihrer Hand auf die Oberseite des Streifens, sodass er sich durch Ihre Körpertemperatur erwärmt. So schmilzt das Wachs auf der Unterseite. Durch den Druck, den Sie gleichzeitig ausüben, bleiben die Haare am Wachs kleben.
  5. Nach dem Andrücken ziehen Sie den Streifen mit einem schnellen Ruck entgegen der Haarwuchsrichtung flach ab.
  6. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sind alle Haare, die unter dem Streifen verborgen waren, ausgerissen.
  7. Nach der Haarentfernung mit Wachs können Sie Ihre Haut mit einem milden Desinfektionsmittel behandeln, um Entzündungen vorzubeugen. Hautirritationen sollten Sie kühlen und mit Aloe Vera oder Kamille pflegen. Danach tragen Sie eine milde Feuchtigkeitslotion auf.

Waxing selber machen

Die Warmwachsmethode erfordert ein wenig mehr Übung als der Umgang mit den Kaltwachsstreifen. Sie sollten Ihren ersten Versuch im Kosmetikstudio starten und der Kosmetikerin gut über die Schulter sehen.

Wenn Sie Ihren Intimbereich mit Wachs enthaaren lassen möchten, wird das als Hollywood oder Brazilian Waxing bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Komplettenthaarung. Die Kosmetikerin ist aber auch in der Lage einige Haare in einer gewählten Form stehen zu lassen.

Anleitung - Waxing mit Heißwachs zuhause selber machen:

  • Sie können Ihre saubere, trockene und fettfreie Haut mit Babypuder vorbehandeln.
  • Geben Sie die Wachskügelchen in eine feuerfeste Form und stellen Sie sie ins Wasserbad oder erhitzen Sie das Wachs in der Mikrowelle.
  • Lassen Sie das flüssige Wachs abkühlen. Um Verbrennungen zu vermeiden, testen Sie mit dem Handrücken, ob die Temperatur angenehm ist.
  • Dann tragen Sie das zähflüssige Wachs in einem Streifen in Haarwuchsrichtung auf die zu enthaarende Stelle auf. Wählen Sie das Gebiet nicht zu groß, sonst lässt sich das Wachs danach schlecht abziehen.
  • Nun legen Sie einen Stoffstreifen, der der Packung beiliegt, auf die Wachsschicht, sodass sich von unten die Haare und von oben der Stoff mit dem Wachs verbinden.
  • Warten Sie etwas, bis das Wachs erkaltet ist.
  • Ziehen Sie nun das Wachs mithilfe des Stoffstreifens entgegen der Haarwuchsrichtung mit einem schnellen Ruck ab.
  • Alle Wachsreste müssen Sie gründlich von der Haut entfernen. Das geschieht am besten mit Öl.
  • Vergessen Sie nach dem Waxing nicht, die Haut mit einer kühlenden Pflegelotion zu verwöhnen. Ein mildes Desinfektionsmittel beugt Entzündungen vor.

Wenn Sie sich kein Wachs verwenden möchten, sind Sie mit dem Sugaring, das ähnlich funktioniert unter ebenfalls unter den Begriff Waxing fällt, bestens bedient. Wie Sie das Sugaring selber machen können, erfahren Sie hier: Haarentfernung mit Zuckerpaste

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