Haarbruch, was tun?

Eigentlich sind Haarbruch und Spliss nicht genau das Gleiche. Während beim Spliss das Kopfhaar hauptsächlich an den Spitzen geschädigt ist, kann sich der Haarbruch an jeder Stelle des Haares befinden. Beide Phänomene deuten jedoch auf eine überstrapazierte Haarpracht hin und sollten ernst genommen werden.

Weder gespaltene Haarspitzen noch gebrochene Haarlängen sehen gepflegt aus. Im Gegenteil, sie wirken fransig und stumpf. Bei Spliss und Co fehlt jeglicher Glanz und die Haare werden immer poröser. Weil Haarbruch immer auf Stress und Strapazen zurückzuführen ist, kann, nach Feststellen der genauen Ursache, der Makel behoben und in Zukunft vermieden werden.

Leider lässt sich das kaputte Haupthaar weder kitten noch auf große Längen reparieren. Es gibt zwar unterschiedliche Pflegeprodukte, die Besserung versprechen und dieses Versprechen auch einhalten, dennoch können sie niemals aus gesplisstem und gebrochenem Haar eine gesunde Mähne zaubern. Daher ist Vorbeugen stets besser, als mühsam den Makel zu beheben.

Ursachen von Haarbruch

Stress für die Haare führt zu Haarbruch. Der Stress kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • Zu viel Chemie: Wer seiner Mähne zu viel Chemie zumutet und zu häufig zum Haarfärbemittel oder zur Haartönung greift, muss mit Spliss und Haarbruch rechnen.
  • Übermäßige Hitze: Ebenso bekommt übermäßige Hitze der Haarpracht schlecht. Daher sollten Sie schon beim Haarewaschen auf zu heißes Wasser verzichten. Der Föhn sollte ebenfalls nur auf niedrigster Stufe benutzt werden (siehe Haare richtig föhnen). Und auch das Glätteisen wirkt sich negativ auf den gesunden Haarschopf aus.
  • Starker mechanischer Druck muss ebenfalls als mögliche Ursache für Haarbruch angesehen werden. Natürlich sollten Sie Ihre Haare kämmen oder bürsten, aber auch hierbei ist Vorsicht angesagt. Heftiges Ziehen und Zerren schädigt nämlich das Kopfhaar ebenso, wie ein allzu stramm sitzender Haargummi oder eine enge Spange.
  • Seelischer, körperlicher Stress: Ebenso wie die Haut können auch die Haare als Spiegel der Seele betrachtet werden. Das heißt, auch wer sich selbst zuviel zumutet und unter seelischem oder körperlichem Stress steht, wird eventuell unter Haarbruch und Spliss leiden.
  • Zu wenig Vitamine, Mineralstoffe: Eine sehr wichtige Rolle spielt bei Spliss und Co auch die Ernährung. Wer sich nicht ausgeglichen ernährt oder zuwenig Vitamine und Mineralstoffe zu sich nimmt, muss mit Gesundheitsschäden rechnen, die sich auch in Haarbruch äußern können. Weitere Infos: Vitamine für die Haare
  • Medikamente: Als letzte mögliche Ursache für die gespaltenen Haarspitzen bleibt die Einnahme von Medikamenten zu nennen. Leider bewirken viele Arzneimittel nicht nur das, wofür sie eingenommen werden, sondern sie weisen häufig Nebenwirkungen auf. Haarbruch gehört auch hier dazu.

Haarbruch

Was tun gegen Haarbruch?

Wenn das Haupthaar erst einmal geschädigt ist, lässt es sich nur schwer reparieren.

Haare schneiden: Zuerst sollten Sie, sobald Sie kaputte Haare oder Spliss feststellen, Ihre Mähne ein Stückchen schneiden. Wenn es sich um gespaltene Haarspitzen handelt, schneiden Sie die Haarspitzen möglichst ganz, bis in den gesunden Bereich, ab. Auch bei Haarbruch schenkt ein Haarschnitt mehr Kraft und Stabilität.

Shampoo, Föhnen, Haarkur: Verwenden Sie außerdem zum Haarewaschen ein silikonfreies Shampoo und verzichten Sie, wann immer es möglich ist, aufs Föhnen. Neben einem milden, rückfettenden Shampoo sollten Sie Ihrer Harrpracht mindestens einmal wöchentlich eine Haarkur gönnen.

Dabei greifen Sie entweder auf ein industrielles Produkt zurück, oder Sie versuchen das Haarproblem mithilfe von Hausmitteln in den Griff zu bekommen. Im folgenden finden Sie einige Hausmittel, die sich bei Haarbruch bewährt haben.

Hausmittel gegen Haarbruch

  1. Bier: Mit Bier versuchten bereits unsere Großeltern dem Problem Herr zu werden. Gießen Sie nach dem Haarewaschen eine Tasse Bier über die noch feuchten Haare und massieren Sie das Hopfenblütengetränk sanft ein. Die im Bier enthaltenen Stoffe kräftigen das Haupthaar und können kleine Schäden reparieren. Nach circa fünf Minuten Einwirkzeit können Sie die selbst gemachte Spülung mit lauwarmem Wasser wieder auswaschen.
  2. Honig, Eigelb, Olivenöl: Mit einer Haarkur aus Honig, Eigelb und Olivenöl (siehe Olivenöl für die Haare) spenden Sie Feuchtigkeit. Dazu verrühren Sie einen Esslöffel Honig mit einem Eigelb und fügen dann einen Teelöffel Olivenöl hinzu. Mit dieser Haarkur bestreichen Sie Ihren Kopf. Nach circa 15 Minuten hat die natürliche Haarkur ihre Wirkung erfüllt und kann mit reichlich lauwarmem Wasser und einem milden Babyshampoo ausgewaschen werden.
  3. Mandelöl ist ein bewährtes Hausmittel um Spliss einzudämmen. Sie können es zur Vorbeugung verwenden. Auch splissige Spitzen kann Mandelöl bis zu einem gewissen Grad reparieren. Weitere Infos: Mandelöl für die Haare
  4. Eisen: Falls Spliss und Haarbruch auf einem Eisenmangel beruhen, sollten Sie Ihre Ernährung umstellen. Nehmen Sie viel eisenreiche Lebensmittel wie Rote Beete, Karotten, Fenchel, Nüsse und Kerne zu sich. Kräuter wie Petersilie und Kresse unterstützen ebenfalls die Eisenzufuhr. Und wer gerne Wildkräuter verzehrt, sollte sich an Brennnesseln, Löwenzahn, Thymian und grüne Minze halten.
  5. Schüssler Salze: Von den Schüssler Salzen wird das Salz Nummer 2 (Kalzium Phosphoricum) empfohlen, da es als Aufbaumittel für den Körper auch zur Kräftigung der Haarpracht beiträgt. Das Salz für Haut, Haare und Bindegewebe, Salz Nummer 11 (Silicea) wird ebenso gerne eingesetzt, wie die Salze Nummer 3 und Nummer 8.
  6. Weitere Hausmittel und Tipps finden Sie auf der Seite Hausmittel gegen kaputte Haare

Haarbruch vermeiden

Am einfachsten können Sie Spliss & Co von Ihrer Haarpracht fernhalten, wenn Sie alle möglichen Ursachen vermeiden. Das heißt:

  • Führen Sie ein möglichst stressfreies Leben.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen, vitamin- und mineralstoffreich.
  • Vermeiden Sie dünne, allzu straff sitzende Haargummis und enge Haarspangen.
  • Kämmen Sie Ihr Haare mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Bürste mit Naturhaarborsten.
  • Ziehen und zerren Sie nicht gewaltsam an verknoteten Haaren.
  • Verwenden Sie zur Haarwäsche nur lauwarmes Wasser.
  • Benutzen sie Shampoos ohne Silikone, die auf natürliche Weise Feuchtigkeit spenden (Rezepte siehe Shampoo selber machen).
  • Verzichten Sie auf das Haareglätten, oder verwenden Sie das Glätteisen auf niedrigster Stufe.
  • Lassen Sie nasse Haare an der Luft trocknen.
  • Haartönungen oder Haarefärben sollten eine Seltenheit bleiben, da sie das Kopfhaar sehr stark strapazieren.
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